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Impulskreis Energie der “Partner für Innovation” veröffentlicht Zwischenbilanz
Stuttgart, 13.09.05 –
Energieeffiziente Schulsanierung, Strohheizkraftwerke oder neue
Konzepte für die Hochtemperatur- Brennstoffzellentechnik: Diese und 22
weitere Beispielprojekte für die Energien von morgen erarbeitet der
Impulskreis Energie der Initiative „Partner für Innovation“ seit Mai
2004. Am heutigen Dienstag zogen die Experten aus Energiewirtschaft,
Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in Stuttgart eine erfolgreiche
Zwischenbilanz.
„Schon im ersten Jahr der Zusammenarbeit ist ein umfangreiches Paket
von Maßnahmen, Bewertungen und Empfehlungen entstanden, das die
Disziplin ‚Energie’ in Deutschland zielgerichtet voranbringen kann“,
sagte Jürgen Hogrefe, Generalbevollmächtigter der EnBW Energie
Baden-Württemberg AG und Leiter des Impulskreis Energie. Das Ziel des
Expertengremiums unter der Leitung der EnBW: neue Konzepte und Ideen
für die Energiegewinnung und -wandlung von morgen zu entwickeln und
umzusetzen. Hogrefe: „Innovationen sind gefragt, wenn
Umweltverträglichkeit, Sicherheit, Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von
Energie auch in Zukunft und auch für die nicht industrialisierten
Länder gewährleistet werden sollen.“
Die neu entwickelten Projekte der Energiespezialisten, dokumentiert in
einer Zwischenbilanzbroschüre, umfassen dabei alle Felder der Erzeugung
und des Verbrauchs von Energie – von der Emissionsminderung und
Effizienzsteigerung bis hin zu erneuerbaren Energien und Stromsparen.
Vier Beispielprojekte, die teilweise bereits realisiert wurden oder
kurz vor der Umsetzung stehen:
Beispielprojekt 1: Energieeffiziente Schulsanierung
Energiesparen nach Stundenplan: Die Innovationsidee „Energieeffiziente
Schulsanierung“ visualisiert Maßnahmen zur Gebäudesanierung und
erweitert den Schulunterricht um ein praktisches Element. Zunächst
stehen verschiedene bundesweite Sanierungskonzepte wie eine
Plus-Energie-Schule und eine 3-Liter-Haus-Schule auf dem Programm,
bevor die Ergebnisse und Erfahrungen aus diesen Projekten
zusammengefasst und dokumentiert werden. Anschließend soll eine
Plattform für Information und Kommunikation den Wissenstransfer stärken.
Beispielprojekt 2: Hochtemperatur-Brennstoffzelle HotModule
HotModule heißt die hocheffiziente Brennstoffzelle des Herstellers MTU
CFC Solutions für den Einsatz in Industrie und Gewerbe. Mit rund 47
Prozent liegt ihr Wirkungsgrad um etwa ein Drittel höher als der eines
Motor-Blockheizkraftwerks. Ein besonderes Merkmal des HotModule ist
seine Flexibilität hinsichtlich des verwendeten Brennstoffs: Neben
Erdgas können zum Beispiel auch Biogase verwendet werden. RWE Fuel
Cells plant, Ende 2005 das erste biogasbetriebene HotModule zu liefern.
In einem in Europa bislang einmaligen Projekt wird bereits seit diesem
Sommer eine HotModule-Anlage der RWE Fuel Cells in Ahlen mit Klärgas
betrieben.
Beispielprojekt 3: Strohheizkraftwerk – Energie vom Getreidefeld
Der Brennstoff Stroh könnte kurz- bis mittelfristig eine
wirtschaftliche Alternative zur Holznutzung sein. Für den
kostengünstigen und umweltfreundlichen Einsatz dieses Energieträgers
entwickelt eine Fachgruppe um Prof. Dr. Martin Kaltschmitt,
Geschäftsführer des Instituts für Energetik und Umwelt Leipzig und
Mitglied des Impulskreis Energie, neue Anlagetechnologien weiter. Ziel
ist es, ein Strohheizkraftwerk mit einer elektrischen Leistung von bis
zu 20 MW zu errichten und zu betreiben. So können die Voraussetzungen
für eine weitergehende Nutzung des Energieträges Stroh geschaffen
werden.
Beispielprojekt 4: Systematische Biomassenutzung
In vielen Produktionsbereichen in Land- und Forstwirtschaft,
Lebensmittel- und Holzindustrie fallen Reststoffe aus naturbelassener
Biomasse an, die energetisch genutzt werden könnten. Die Fachgruppe
will die Verknüpfung von industriellen und kommunalen
Versorgungslösungen und dieser Biomassereststoffe unterstützen:
Angedacht ist es, ein Netzwerk hoch wirtschaftlicher örtlicher
Kreisläufe mit Beispielcharakter in verschiedenen Bundesländern,
Branchen und technischen Konstellationen zu schaffen und umzusetzen.
Ein gesamtheitlicher Kreislauf mit Biomasse, Kraftwärme-Kopplung,
Pelleterzeugung und Contracting ist bereits erfolgreich in Betrieb in
Buchenbach/Freiburg. Die Anlage wurde mit dem Deutschen Contracting
Award 2004 prämiert.
Die „Partner für Innovation“: Ideen erfolgreich machen
In der Initiative „Partner für Innovation“ bündeln seit März 2004 mehr
als 300 Experten die Innovationskraft ihrer Unternehmen und
Institutionen. Mit vereinten Kräften arbeiten sie daran, gute Ideen
schnellstmöglich umzusetzen und so Deutschlands Position im
internationalen Wettbewerb zu behaupten. Verschiedene Wachstumsfelder
wie Energie, Nanotechnologie oder Mobilität stehen dabei im Fokus von
15 Fachgruppen, den so genannten Impulskreisen.
Informationen zu den Projekten der Fachgruppe Energie:
Dr. Harald Bradke
Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung - Fh-ISI
Breslauer Straße 48
76139 Karlsruhe
Tel.: 0721/6809-153; Fax: 0721/6809-272
E-Mail: h.bradke@isi.fraunhofer.de
Jürgen Hogrefe
Generalbevollmächtigter der
EnBW Energie Baden-Württemberg AG
Schiffbauerdamm 1
D-10117 Berlin
Tel.: 030-23455 110
Fax: 030-23455 190
E-Mail: j.hogrefe@enbw.com
Informationen zur Initiative „Partner für Innovation“:
Lars M. Heitmüller
Pressebüro der „Partner für Innovation“
fischerAppelt Kommunikation
Tucholskystraße 18 | 10117 Berlin
Tel.: 030-726146-724 | Fax: 030-726146-725
E-Mail: pressebuero@fischerappelt.de
www.innovationen-fuer-deutschland.de
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