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Wirtschaftsmotor Wissen Menschen machen Innovationen
Computer, Tintenstrahldrucker oder MP3-Technik – lang ist die Liste der Erfindungen aus Deutschland. Ob aus einer guten Idee ein marktreifes Produkt wird, entscheidet sich in den Unternehmen: Sie müssen die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Menschen ihre Ideen auch umsetzen können und dürfen.
Über 48.000 Patente meldeten Unternehmen, Hochschulen und einzelne Erfinder nach Angaben des Deutschen Patent- und Markenamts (DPMA) im letzten Jahr an. Doch viele der Ideen für neue Produkte, Technologien oder Dienstleistungen werden nicht in Deutschland, sondern im Ausland erfolgreich vermarktet. Aktuell öffnet sich die Schere zwischen innovativen und weniger innovativen Firmen immer stärker.
„Studien zur Leistungsfähigkeit der hiesigen Wirtschaft zeigen, dass innovative Firmen ihre Mitarbeiter intensiv fördern und ihnen besonders große Freiräume gewähren“, so Ulrich Klotz, Technologieexperte beim Vorstand der IG Metall. „Die entscheidenden Unterschiede liegen in der Gestaltung von Arbeitsstrukturen und -prozessen.“
Nach Schätzungen des Niedersächsischen Instituts für Wirtschaftsforschung arbeiteten 2002 bereits fast acht Millionen Deutsche in wissensintensiven Dienstleistungssparten – Tendenz steigend. Weil Wissen jedoch andere Eigenschaften als die übrigen Produktionsfaktoren hat – zum Beispiel ist es ein „Rohstoff“, der sich bei Gebrauch vermehrt –, müssen sich die Arbeitsformen in einer wissensbasierten Wirtschaft nach Ansicht von Christa Dahme vom DGB-Bundesvorstand grundlegend wandeln. Galt in der Industrieära noch „Wissen ist Macht“, müsse Wissen nun vom ängstlich gehüteten Herrschaftsinstrument zum bereitwillig weitergegebenen Arbeitsmittel werden. Christa Dahme: „Da Ideen nicht vom Himmel fallen, sondern der Wissensträger Mensch die einzige Quelle von Innovationen ist, kommt es darauf an, dass Firmen die Entwicklung individueller Fähigkeiten systematisch und lebenslang unterstützen.“
Ziel des Impulskreises „Wissensträger Mensch“ der „Partner für Innovation“ ist es daher, ein innovationsfreundliches Klima in den Betrieben zu fördern – ein Klima, in dem sich Mitarbeiter ständig weiterqualifizieren können und auch die Freiräume erhalten, um ihre Fähigkeiten so anwenden zu können, dass aus Wissen immer wieder neues Wissen entsteht.
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